„Ohne Wurzel keine Flügel“

Systemaufstellungen
für Familie, Partnerschaft, Gesundheit und Beruf / Familienaufstellung
Aufstellungstage in der Praxis für Psychotherapie, Coaching und Körperarbeit
Leitung: S. Katrin Apitz
Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.
Termine 2012
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18. März
28. April
24. Juni
16. September
28./29. September
21. Oktober
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in Leipzig
in Leipzig
in Leipzig
in Leipzig
in Frankfurt/Oder
in Leipzig
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Termine 2013
13. Januar
17. März
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in Leipzig
in Leipzig
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Investition:
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80,- € mit eigener Aufstellung
30,- € teilnehmende Stellvertreter
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Grundkurs „Systemisches Denken und Handeln in der Beratungsarbeit“
Start am Mai 2013 in Leipzig
INFORMATIONSABEND dazu am 9.12.2010, 19 Uhr, Praxis Nonnenstraße 4
Aufbaukurs „Systemaufstellungen für Familie, Partnerschaft, Gesundheit und Beruf“
Start am 25.2.2011 in Rostock
INFORMATIONSABEND dazu am 26. Januar 2011, 18 Uhr
Die Zulassung zur Weiterbildung (Aufbaukurs) „Systemaufstellungen für Familie, Partnerschaft, Gesundheit und Beruf erfordert den Abschluss des Grundkurses oder anderweitig erworbene, stabile systemische Grundkenntnisse!
„Ohne Wurzeln keine Flügel“ (B. Ulsamer, Goldmann - Verlag 1999, Titel)
Nach vielen Jahren beraterischer und therapeutischer Arbeit und aus eigener Lebenserfahrung finde ich diese Metapher so passend für uns Menschen, dass ich sie zur Grundidee meiner Tagesseminare „System- und Familienaufstellungen für Familie, Partnerschaft, Gesundheit und Beruf“ wählte.
Eben so wie ein Baum mit schwachen, brüchigen Wurzeln oder ganz ohne Wurzeln den Stürmen nicht standhält, eben so wie ein gut verwurzelter Baum in voller Schönheit erblüht, wächst, gedeiht und Früchte trägt, so können wir symbolisch kraftvoll unsere Flügel ausbreiten und in unser eigenes Leben, mit eigenen Wünschen, Träumen, Zielen starten, wenn die Verbindung zu unserer Herkunft klar, friedvoll und nährend ist.
...ich wünsche mir ein besseres Verhältnis zu meinen Eltern, ich möchte endlich richtige Freude im Spiel mit meinem Kind empfinden, ich mag meine Partnerschaft stabil und kreativ gestalten, ich wundere mich über meine Niedergeschlagenheit und möchte diesen Zustand verändern, ich habe immer wieder Schwierigkeiten mit meinem Vorgesetzten und suche nach einem Weg, um besser damit umzugehen, ich bin rastlos und möchte eine Familie gründen, mein Magen tut immer wieder weh und trotzdem möchte ich mein Leben kraftvoll gestalten, unser Team setzt sich aus klugen und fleißigen Menschen zusammen, wir wollen das in unseren Arbeitsergebnissen auch erfüllt wissen...
So und ähnlich klingen die
Anliegen mit denen Menschen sich für
Familien- und Systemaufstellungen anmelden. Es kann sich um Probleme im täglichen Leben, um Krankheitssymptome, immer wieder kehrende Konflikte in Familie, Partnerschaft und Beruf oder Entscheidungsschwierigkeiten handeln.
In der systemischen Arbeit wird der Blick von der einzelnen Person auf andere Zusammenhänge erweitert. Das können Familiensysteme (Herkunftsfamilie, Paarbeziehung, Eltern-Kind-Beziehung etc.), aber auch berufliche oder organisatorische Systeme sein.
Manchmal geht es einer Person nicht gut, es gibt Schwierigkeiten oder feste, unproduktive Verhaltensweisen, weil in den näheren oder früheren Bezügen etwas unklar ist. In den Systemaufstellungen können diese sogenannten
Verstrickungen und Unklarheiten sichtbar werden.
Oft ergeben sich aus dem Anerkennen und Sehen, was ist, die nächsten Schritte im Alltag, ein anderer Umgang mit sich selbst und mit anderen oder auch eine Sicht aus neuem Blickwinkel.
Die systemische Arbeit ist
lösungsorientiert. Sie schaut weniger auf das, sowieso bekannte, Problem, als auf neue Wege und Möglichkeiten im Umgang mit schwierigen Situationen.
Die systemische Arbeit ist außerdem
ressourcenorientiert. Sie aktiviert verdeckte Qualitäten, Stärken und Reserven in uns und unserem Umfeld, mit deren Hilfe wir zunächst unlösbar erscheinende Konflikte angehen können.
Das erfordert
Bereitschaft und Offenheit für Veränderung und neue Möglichkeiten im Leben. Trotz Unterstützung durch Berater und Therapeuten ist diese Veränderung nur mit
Eigenverantwortung zu realisieren.
Ganz praktisch werden in
systemischer Gruppenarbeit nach dem Empfinden in diesem Moment stellvertretende Personen für das entsprechende Gefüge (Eltern, Partner, Arbeitszusammenhang...) ausgewählt und im Raum in Beziehung zueinander auf ihren Platz gestellt. Die Plätze zeigen ihre Wirkung an den Stellvertretern in Körperempfindungen, Impulsen, Emotionen und Haltungen. Weg von der bekannten (Problem-) Sicht werden andere Wirkungen und Wirklichkeiten im System entwickelt. Die Aufstellung endet meist in Freude und Erleichterung, vor allem aber am spannendsten Punkt, von dem aus der Betreffende Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten hat.
Den
Stellvertretern in den Aufstellungen gilt es zu danken, denn sie leisten da oft einen Liebesdienst für andere, aber letztlich auch für sich selbst. In den Gruppen entsteht eine Atmosphäre von Offenheit, Achtung, Vertrauen und Wachstum für alle Beteiligten.
Die tatsächliche Wirkung dieser Arbeit lässt sich schwer beschreiben. Wirklich verstanden habe ich es vor Jahren erst dann, als ich es selbst erlebte und spüren konnte.
Familien- und Systemaufstellungen wirken oft klärend und erleichternd und dennoch setzt sich der Veränderungsprozess bis zu etwa zwei Jahren nach der Aufstellung fort.
Eine eigene Aufstellung kann viel Kraft freisetzen, für andere Menschen wiederum Entspannung und das Ende eines Laufes im Hamsterrad bedeuten. Es ist gut mit der
Wirkung des Abschluss- oder Lösungsbildes weiter seinen Weg zu gehen und Veränderungen im Familienkreis, in der Partnerschaft, in Gesundheit und Beruf zeigen sich dann oft auch mühelos.
Ich halte
Einzelbegleitung im Prozess nach einer eigenen Aufstellung für sehr sinnvoll und nutzbringend, um das Potenzial einer Systemaufstellung auch wirklich voll auszuschöpfen.
In den letzten 10 Jahren hat Bert Hellinger die systemische Aufstellungsarbeit u.a. auch in Deutschland sehr bekannt gemacht und ständig weiter entwickelt.
Das ist gut so und dennoch liegen die
Wurzeln der systemischen Arbeit und ihrer vielfältigen Anwendungspalette noch viel weiter zurück. Es gab bereits um 1950 Therapeuten, die erfolgreich mit systemischer Therapie und Beratung arbeiteten.
Sicher ist in den letzten Jahren fast so etwas wie eine „systemische Aufstellungswelle“ über uns geflossen.
Wellen und Trends gehen vorüber - der Nutzen dieser Methode bleibt.
Sie ist kein Allheilmittel, aber verantwortungsvoll angewandt, auch gerade in Kombination und Ergänzung mit anderen Methoden, eine „Schatztruhe“ für Wachstum, Heilung und Verständigung.